Wiener Philharmonia Ensemble

Meisterhafte Interpretationen klassischer Musik

Die Fähigkeit, das Vertraute in einem neuen Licht erscheinen zu lassen, ist wahrlich eine seltene Gabe. Wenn man diese mit Spontanität, künstlerischer Fantasie und Imaginationskraft kombiniert, erhält man eine Frische, Eindringlichkeit und Experimentierfreude, die das Wiener Philharmonia Ensemble perfekt beschreiben. Gegründet wurde dieses Ensemble im Jahr 1996 von Peter Wächter, ausschließlich mit Mitgliedern des Orchesters der Wiener Philharmoniker. Neben dem Quartett entstanden zeitgleich ein Streichtrio, ein Streichquartett, ein Streichquintett und das Philharmonia Ensemble, welches unter anderem durch Bläser erweitert wird.

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Das Bestreben der Ensembles ist es, Werke der Wiener Klassik und der Romantik neu zu interpretieren. Dabei schöpfen sie aus den lebenslangen Erfahrungen des Primarius und seiner Mitstreiter. Inspiriert werden sie durch die Klangwelten des Wiener Philharmonischen Orchesters und dessen weltberühmten Dirigenten, durch die speziellen Wiener Musikinterpretationen sowie durch die vielen Ideen der Ensemblemitglieder selbst.

Über Jahrzehnte hinweg hat das Quartett Erfahrungen in der Kammermusik gesammelt und kann auf zahlreiche Erfolge in Konzerten verweisen, insbesondere in Österreich, ganz Europa und Japan. Kritiken preisen den „unermesslichen Reichtum an Klangmöglichkeiten und -angeboten“, ein „enormes Spektrum an Details“ sowie „eine große Palette musikalischer Phantasie“. Auch viele CD-Aufnahmen des Quartetts sind auf dem Markt erhältlich.

Die Musikerinnen und Musiker fühlen sich geehrt, sowohl einzeln als auch gemeinsam, durch wiederholte Einladungen in berühmte Musiksäle der Welt und für ihr weitgestreutes Repertoire. Diese Anerkennung manifestiert sich nicht nur in Auszeichnungen, sondern auch in der Verehrung und Liebe des Publikums, die ein Spiegel für ihre hohen Ansprüche an sich selbst und an die Zuhörer sind.

Neben ihrer Bühnenpräsenz engagieren sich die Mitglieder des Quartetts auch als Lehrer an verschiedenen Orchesterinstituten, in Meisterkursen und im Privatunterricht. Sie verstehen jedes Konzert auch als eine Lehrstunde, um die Begeisterung für die Musik weiterzugeben, unabhängig davon, ob sie allein oder gemeinsam auftreten.

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Peter Wächter, Violine

Peter Wächter, geboren am 8. Oktober 1941 in Wien, erhielt den entscheidenden Anstoß zum Violinspiel von seinem Großvater. Ab dem achten Lebensjahr nahm er Unterricht bei Erich Graf. Nach seinem Schulabschluss setzte er sein Violinstudium an der damaligen Musikakademie bei Franz Samohyl fort, einem legendären Lehrer mehrerer Generationen von Geigern und Bratschisten, darunter dreißig Mitglieder der Wiener Philharmoniker.

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Sein erstes Engagement erhielt er 1961 im Kurorchester Bad Gastein, und in der Saison 1961/62 war er beim Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester tätig. Nach dieser Zeit folgte eine Verpflichtung im Burgtheaterorchester, bevor er am 1. Januar 1964 seinen Dienst in der Wiener Staatsoper antrat. Nur neun Monate später stieg er nach einem erfolgreichen Probespiel zum Stimmführer der Zweiten Violinen auf. Am 1. November 1965 wurde er Mitglied der Wiener Philharmoniker, und seit 1981 hatte er die Position des Ersten Vorgeigers der Sekundgeigergruppe inne.

Während seiner Zeit an der Akademie studierte Wächter Kammermusik bei Wilfried Böttcher und legte so den Grundstein für seine erfolgreiche Karriere. Er war Mitglied des Philharmonia Quintetts, Mitgründer des Küchl-Quartetts, mit dem er zwischen 1973 und 1980 mehr als 330 Konzerte gab, Mitglied und Leiter der Wiener Streichersolisten sowie des Philharmonia Trios. Seit 41 Jahren spielt er auch in der Wiener Hofmusikkapelle und war zusätzlich von 1969 bis 1975 als Kartenverwalter sowie 1975/76 bzw. 1991/92 als Komitee-Mitglied in beratender Funktion tätig. Seit 2001 ist er künstlerischer Leiter der Steinbacher Philharmonischen Wochen in Steinbach am Attersee.

Peter Wächter wirkte an über 30 Schallplatten- und CD-Einspielungen mit, darunter alle Streichtrios von Joseph Haydn und sämtliche Klavierquartette von Brahms. Er wurde unter anderem mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, der Ehrenmedaille für Verdienste um die Bundeshauptstadt Wien und dem Verdienstkreuz des Landes Salzburg ausgezeichnet.

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Programmvorschlag „fünfzig zu fünfzig“ – Klassik und Biedermeier

Wolfgang Amadeus Mozart
Streichquartett KV 575 D-Dur „Veilchen“

  1. Allegretto
  2. Andante
  3. Menuetto. Allegretto
  4. Allegretto

‚Alla turca‘ aus der Klaviersonate KV 331

Johann Strauß Sohn

  • Schatz-Walzer op. 418
  • Annen-Polka op. 117
  • Tritsch-Tratsch, Polka schnell op. 214
  • ‚Klänge der Heimat‘, Lied und Cárdás aus der Operette „Die Fledermaus“
  • Wo die Citronen blüh’n, Walzer op. 364
  • Auf der Jagd Polka schnell op. 373
Programmvorschlag „Mit Lehár und Ziehrer ins Neue Jahr“

Felix Mendelssohn-Bartholdy – Streichquartett op.12 Es-Dur

  1. Adagio non troppo – Allegro non tardante
  2. Canzonetta. Allegretto – Più mosso
  3. Andante espressivo – attacca
  4. Molto allegro e vivace

Carl Michael Ziehrer

  • Fächerpolonaise op. 525

Franz Lehár

  • Frei und jung dabei, Marsch aus der Operette „Schön ist die Welt“

Carl Michael Ziehrer

  • Auf hoher See, Walzer op. 66
  • Münch’ner Kind’l, Polka française op. 395
  • Loslassen, Polka schnell op. 386

Franz Lehár

  • Gold und Silber, Walzer op. 79
  • ‚Hör‘ ich Cymbalklänge‘, Lied und Csárdás aus der Operette „Zigeunerliebe“

Carl Michael Ziehrer

  • Sensationsnachricht, Polka schnell op.418