Paganini Ensemble Wien

Paganini Ensemble – Fotos © Oskar Schmidt

Die Wiederentdeckung von Paganinis Kammermusik-Meisterwerken

Das Paganini Ensemble Vienna wurde im Jahr 2019 gegründet und ist eines der ersten Ensembles, das sich primär auf die Kammermusikwerke von Niccolò Paganini konzentriert. Das Ensemble präsentiert oft selten aufgeführte Repertoires und bietet seinem Publikum einzigartige Einblicke in Paganinis umfangreiches Werk für Violine, Gitarre, Viola und Violoncello, wobei es historisch informierte Aufführungen verwendet.

Zwischen 2021 und 2023 trat das Ensemble in ganz Europa und Kanada an renommierten Orten auf, darunter das Auditorio Nacional Madrid und das Konzerthaus Wien; in wichtigen Kulturzentren in Montreal, Ottawa, Santander, Burgos; sowie bei internationalen Musikfestivals und Konzertreihen in Vilnius, Gent, Varna, Collingwood, Sofia, Plowdiw, Jeunesse Österreich, Warschau und Udine, unter anderem.

Das Paganini Ensemble Vienna fördert enthusiastisch zeitgenössische Musik und hat zahlreiche Weltpremieren von Werken gegeben, die dem Ensemble von renommierten Komponisten wie Tomas Marco Aragon, Alessandro Solbiati, Rainer Bischof, Richard Dünser, Gabriele Proy, Tristan Schulze und Gheorgi Arnaoudov gewidmet wurden.

Das Ensemble wurde von einem führenden italienischen Plattenlabel „Dynamic“ beauftragt, das Gesamtwerk von Paganinis Kammermusik aufzunehmen. Im Zuge dieses Projekts hat das Ensemble auch faszinierende neue Parallelen innerhalb der Werke anderer großer klassischer, romantischer und moderner Komponisten aufgedeckt, von denen viele von der Musik Paganinis inspiriert wurden.

Die Mitglieder des Ensembles stehen in ständigem Kontakt mit mehreren bedeutenden Institutionen, die sich der Förderung des Lebens und der Musik von Niccolò Paganini widmen, darunter die Paganini-Gesellschaft in Genua, Italien, und die Biblioteca Casanatense in Rom, wo viele der Originalmanuskripte des Komponisten aufbewahrt werden. Sie konsultieren auch angesehene Musikwissenschaftler wie Dr. Maria Teresa Dellabora und Dr. Danilo Prefumo.

Paganinis Werke bieten nicht nur technische Virtuosität und Momente von großer Leidenschaft, sondern auch Passagen, die Zärtlichkeit, Pathos und eine Freude am Ausdruck vermitteln. Diese Elemente sind wesentlich für ein besseres Verständnis der Musik von Niccolò Paganini, der einst sagte: „Wir müssen stark fühlen, um andere fühlen zu lassen.“

Mario Hossen, Violine

Mario Hossen ist der Gründer des Paganini Ensemble Vienna. Er ist ein bulgarisch-österreichischer Konzertgeiger und gilt als einer der führenden Interpreten der Musik von Paganini. Sein Debüt als Solist mit Orchester gab er im Alter von acht Jahren. Als international anerkannter Solist hat Mario Hossen mit renommierten Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, den Wiener Symphonikern, der Academy of St. Martin in the Fields, dem Tschaikowsky Symphony Orchestra, dem Bruckner Orchester und dem English Chamber Orchestra gespielt. Hossens musikwissenschaftliche und künstlerische Bemühungen konzentrieren sich unter anderem auf die Quellenforschung zu Niccolò Paganini. Mario Hossen spielt auf einer G.B. Guadagnini Violine (1749), die ihm von der Österreichischen Nationalbank zur Verfügung gestellt wird. Er spielt alle Konzerte ausschließlich mit seinen bevorzugten Saiten, den Vision Titanium Solo-Saiten, die von der Wiener Firma Thomastik-Infeld hergestellt werden.

Mario Hossens Solisten-Biografie

Marta Potulska, Viola

Die Bratschistin Marta Potulska ist eine engagierte Kammermusikerin und Mitbegründerin des Paganini Ensembles Wien. Sie konzertiert auch mit anderen namhaften Kammermusikensembles und als Mitglied des Burgtheater-Ensembles in Wien. Frau Potulska ist Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe, darunter der erste Preis beim Johannes-Brahms-Wettbewerb in Österreich (2007), beim Internationalen Wettbewerb und Festival in Bled in Slowenien (2011) sowie der zweite Preis beim Internationalen Michał-Spisak-Bratschenwettbewerb in Polen. Außerdem erhielt sie einen Sonderpreis beim Lionel Tertis International Viola Competition auf der Isle of Man, UK (2006). Frau Potulska konzertiert in renommierten Konzertsälen in ganz Europa, wie dem Musikverein, dem Wiener Konzerthaus, dem Auditorio National de Madrid und in vielen Konzertsälen weltweit, darunter in den USA, Kanada und Japan. Sie tritt auch gerne bei internationalen Musikfestivals auf, wie den Salzburger Festspielen, Strings Only in Zadar, dem Osor Music Evenings Festival in Osor, Kroatien, dem Arsana Art Festival in Ptuj in Slowenien, dem Vares Classic Festival in Bosnien, dem Varna Summer Music Festival in Bulgarien und dem Collingwood Music Festival in Ontario, Kanada, um nur einige zu nennen.

Liliana Kehayova, Violoncello

Liliana Kehayova, eine Musikerin der vierten Generation, erhielt ihren Master-Abschluss in Cello am Wiener Konservatorium bei Lilia Schulz-Bayrova. Als leidenschaftliche Solistin und Kammermusikerin hat Frau Kehayova an zahlreichen Musikfestivals & Recitals in ganz Europa teilgenommen. Sie trat als Solistin mit Orchestern wie dem Sofia Philharmonic Orchestra, dem Mitteleuropa Orchestra Udine, der Nordtschechischen Philharmonie, dem Varna Philharmonic Orchestra, dem New Symphony Orchestra, der Camerata Orphica und anderen auf. Sie trat in Konzertsälen wie dem Musikverein (AT), dem Athenaeum (RO), dem Rudolfinum – Dvorak-Saal und dem Smetana-Saal (CZ), dem Palau de la Musica Catalana (ES) & Bulgaria Hall (BG) auf. Im Jahr 2012 wurde Liliana mit dem großen Stipendium der österreichischen Stiftung „Alban Berg“ ausgezeichnet.

Alexander Swete, Gitarre

Alexander Swete ist einer der führenden und international gefragtesten Gitarristen Österreichs. Sein ausdrucksstarkes Spiel, sein Klangsinn und seine virtuose Leichtigkeit begeistern Kritiker und Publikum gleichermaßen. Bereits während seines Studiums am Konservatorium in Bregenz bei Georg Gaupp-Berghausen und an der Wiener Musikakademie bei Konrad Ragossnig erzielte er große Erfolge bei renommierten internationalen Gitarrenwettbewerben (Havanna / Kuba und ARD München). Der internationale Durchbruch gelang ihm 1991 mit dem Gewinn des 1. Preises beim Internationalen Gitarrenwettbewerb von Radio France in Paris, dem weltweit bedeutendsten Wettbewerb für Gitarre. Alexander Swete ist Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und spielt als D’Addario Artist auf D’Addario Pro Arte Nylon Saiten.