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Große Tradition in neuer Lebendigkeit.
Biografie
Der Erfolg der St. Florianer Sängerknaben ruht auf einem Fundament von fast tausend Jahren. Seit 1071 sind Sängerknaben im Augustiner-Chorherrenstift St. Florian nachgewiesen. Aus ihren Reihen sind zahlreiche bedeutende Musiker hervorgegangen, der berühmteste unter ihnen Anton Bruckner, der von 1837 bis 1839 selbst Sängerknabe in St. Florian war.
Heute sind die St. Florianer Sängerknaben ein international tätiger Chor mit breitem Repertoire und dem klaren Ziel, dem Publikum die eigene Freude an der Musik weiterzugeben. Die künstlerische Gesamtleitung liegt seit 1983 bei Franz Farnberger, Chorleiter ist seit 2018 Markus Stumpner, selbst ehemaliger Sänger des Chores.
Der Klang eines Knabenchores, den weltweit nur noch wenige Institutionen pflegen, ist bei großen Festivals und in Opernproduktionen unverändert gefragt. Der Chor hat sämtliche Erdteile bereist, war unter anderem bei den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen und beim Festival d’Aix-en-Provence zu hören und arbeitete mit Orchestern wie den Wiener Philharmonikern und dem Cleveland Orchestra. Ehrenpräsident des Vereins Freunde der St. Florianer Sängerknaben ist Franz Welser-Möst.
Solisten des Chores singen regelmäßig die für Knaben geschriebenen Partien, etwa die drei Knaben in Mozarts „Zauberflöte“, an Häusern in Wien, Salzburg, Berlin, Verona, Barcelona und Aix-en-Provence. 2026 führt diese Arbeit unter anderem nach Budapest, an das Teatro Olimpico in Vicenza und in das Festspielhaus Baden-Baden.
1989 wurde der Männerchor der St. Florianer Sängerknaben gegründet, um das Repertoire zu erweitern. Er besteht großteils aus ehemaligen Sängerknaben, die ihre Ausbildung fortgesetzt haben und teilweise in anderen renommierten Ensembles singen. Aus seinen Reihen bilden sich kleine Ensembles, die im Rahmen der Sängerknabenkonzerte oder eigenständig auftreten.
Konzertreisen führten den Chor zuletzt nach China (2024) und nach Südafrika (2025). Zum Bruckner-Jahr 2024 erschien bei Solo Musica die CD „Erinnerung – Bruckner in St. Florian“, aufgenommen im Stift an der Bruckner-Orgel und am restaurierten Bösendorfer von 1846.
Die reichhaltige Diskographie umfasst traditionelle österreichische Musik, Volks- und Weihnachtslieder sowie Aufnahmen Alter Musik gemeinsam mit Spezialensembles auf historischen Instrumenten, unter anderem mit Ars Antiqua Austria unter Gunar Letzbor.
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