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Einer der führenden Paganini-Interpreten unserer Zeit.
Biografie
Mario Hossen zählt zu den führenden Paganini-Interpreten unserer Zeit. Der österreichisch-bulgarische Geiger verbindet dabei zwei Rollen, die selten zusammenfallen: Er spielt Paganini auf den großen Podien und erschließt dessen Werk zugleich als Quellenforscher und Herausgeber. Als Solist konzertierte er mit dem London Philharmonic Orchestra, den Wiener Symphonikern, der Academy of St Martin in the Fields, dem English Chamber Orchestra, dem Tschaikowsky-Symphonieorchester des Moskauer Rundfunks, dem Bruckner Orchester Linz, dem Wiener KammerOrchester, der Sofia Philharmonic und dem Bulgarian National Radio Symphony Orchestra. 2025 debütierte er beim Litauischen Nationalen Symphonieorchester.
Sein Repertoire reicht von der Renaissance über die Wiener Klassik bis in die Gegenwart. Rainer Bischof, Tomás Marco, François-Pierre Descamps, Walter Baer, Alessandro Solbiati und Georgi Arnaoudov haben ihm Werke gewidmet. Ebenso konsequent setzt er sich für die Musik der bulgarischen Komponisten Pancho Vladigerov, Marin Goleminov und Petar Christoskov ein.
Hossen wurde in Plovdiv geboren. Seine Mutter Nelly Batchvarova war Opernsängerin, sein Vater Rechtsanwalt und Diplomat. Seit 1991 lebt er in Wien, 1995 erhielt er die österreichische Staatsbürgerschaft im besonderen Interesse der Republik. Die Stadt Sofia zeichnete ihn als Musiker des Jahres aus.
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Seine Ausbildung begann mit sechs Jahren in Plovdiv bei Atanas Batchvarov und führte über die Musikakademie Sofia in die Klasse von Darina Dankova, danach zu Michael Frischenschlager an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und zu Gérard Poulet nach Paris. Sein Debüt als Solist mit Orchester gab er mit acht Jahren, mit siebzehn spielte er sämtliche 24 Capricci und die Violinkonzerte Paganinis mit den großen bulgarischen Orchestern. Seither hat er in den wichtigsten Sälen von mehr als 35 Ländern konzertiert.
Im Zentrum seiner künstlerischen und wissenschaftlichen Arbeit steht Niccolò Paganini. Hossen arbeitet mit den Quellen in Genua und Rom und gibt Paganinis Werke im Wiener Verlag Doblinger heraus, darunter die 24 Capricci op. 1 in der Reihe „Diletto Musicale“. Mehrere seiner Aufnahmen für das Genueser Label Dynamic enthalten Weltersteinspielungen berühmter Werke Paganinis in ihrer Originalfassung.
2019 gründete er das Paganini Ensemble Wien, das Paganinis Kammermusik für Dynamic vollständig einspielt. Bis Ende 2025 sind fünf Folgen erschienen. Ebenfalls 2019 übernahm er die künstlerische Leitung des Internationalen Musikfestivals Varna Summer, des ältesten Festivals Bulgariens, das 2026 sein hundertjähriges Bestehen beging.
Mario Hossen ist Botschafter der European Paganini Route, einer Kulturroute des Europarats, und künstlerischer Leiter des 2025 in Wien gegründeten Vereins der Freunde der Musik von Niccolò Paganini. Sein Zyklus „Paganini 200“, der an Paganinis Wiener Debüt im März 1828 anknüpft, ist bis 2032 angelegt.
Zu seinen jüngsten Aufnahmen zählen Beethovens sämtliche Violinsonaten, Händels Violinsonaten op. 1, die Violinkonzerte von Paganini und Bruch, Mercadantes Quartette für Flöte und Streicher sowie Bachs Sonaten und Partiten mit den Klavierbegleitungen Robert Schumanns, eingespielt mit Piero Barbareschi. Mit dem Pianisten Adrian Oetiker verbindet ihn eine langjährige Kammermusikpartnerschaft.
Als dirigierender Solist leitete er das Wiener KammerOrchester in der Konzertreihe „Concert Spirituel“. Er unterrichtet an der New Bulgarian University in Sofia und leitet die International Music Academy Orpheus in Wien.
Mario Hossen spielt eine Violine von Giovanni Battista Guadagnini aus dem Jahr 1749, eine Leihgabe der Oesterreichischen Nationalbank, und ausschließlich Saiten von Thomastik-Infeld.
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