Joji Hattori
Joji Hattori erfreut sich einer breitgefächerten Karriere als Musiker, erst als Konzertgeiger, eine Tätigkeit, die sich in die Leitung von Kammerorchestern und dann in das Dirigieren von symphonischen Orchestern und Opern entwickelte. Seit 2004 ist er Associate Guest Conductor des Wiener KammerOrchesters, von 2007 bis 2008 war er als Erster Kapellmeister am Theater Erfurt tätig. Joji Hattori ist ferner Künstlerischer Leiter des Tokyo Ensembles, eines projektbezogenen Kammerorchesters in Japan, das er 2001 ins Leben rief, und Musikalischer Leiter des Sommer-Festivals Kittsee.
Als Gastdirigent leitet Joji Hattori zahlreiche bedeutende Orchester wie das Philharmonia Orchestra London, die Wiener Symphoniker, die Slowakische Philharmonie oder das Yomiuri Symphonieorchester Japan und arbeitet mit namhaften Solisten wie Maria João Pires, Elisabeth Leonskaja oder Piotr Anderszewski zusammen. Im Juni 2009 debütierte er an der Wiener Staatsoper mit drei Aufführungen der Zauberflöte (Wiener Symphoniker). Wiederholt dirigierte er am New National Theatre Tokyo, Tokyos führendem Opernhaus.
Joji Hattori wurde in Japan geboren, verbrachte seine Kindheit jedoch in Wien, wo regelmäßige Opern- und Konzerbesuche sowie Hausmusikabende mit führenden Wiener Musikern seine musikalische Entwicklung prägten. Von beiden Kulturen beeinflusst und mit dem Ursprung seiner musikalischen Laufbahn in der Kammermusik, ist er heute einer der wenigen Musiker asiatischer Herkunft, der international als Interpret der Wiener Klassik anerkannt wird.
Seinen ersten Geigenunterricht erhielt Joji Hattori im Alter von fünf Jahren, später führte er seine Studien an der Wiener Musikhochschule unter Rainer Küchl fort. Zudem studierte er bei Yehudi Menuhin und Vladimir Spivakov. 1989 gewann er den Internationalen Yehudi Menuhin Violin-Wettbewerb in England. Nach einem Jahrzehnt solistischer Tätigkeit wechselte er zum Dirigieren über und nahm 2002 am 1. Maazel-Vilar Dirigenten-Wettbewerb in New York teil, bei dem er einen der Hauptpreise erhielt und Maestro Lorin Maazel als Förderer gewinnen konnte.
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